Mehr Gelassenheit im Alltag

wie Übungen des Yoga dich darin unterstützen können.

Kennst du das auch? Manchmal stehe ich morgens auf und mein Kopf beginnt zu rattern und zu planen: einkaufen, putzen, Wäsche waschen was zuerst wann wie und wo. Die Steuererklärung lässt sich auch langsam nicht mehr länger aufschieben … Dann bekomme ich schlechte Laune und gehe lustlos an die Arbeit, irgendwie ist mir alles zu viel …
Immer öfter gelingt es mir zum Glück aber auch, ganz gelassen in den Tag zu starten und eine Sache nach der Anderen zu erledigen. Gut gelaunt und Stressfrei.

Ich stelle dir im Folgenden fünf einfache Ideen aus dem Yoga vor, die mir dabei helfen im Alltag gelassen und entspannt zu bleiben.

Fünf Ideen aus dem Yoga für mehr Gelassenheit

  1. Körperbewusstsein
  2. Entspannter Körper – entspannter Geist
  3. Atmen
  4. Zufriedenheit
  5. Stille

1. Körperbewusstsein:
Beim Aufstehen lasse ich mir noch einen Moment Zeit. 
Ich spüre meinen Körper und jedes einzelne Körperteil ganz bewusst, wackle mit den Zehen. Spüre meine Beine und mein Becken, den Bauch und den Rücken, die Arme und die Hände, bewege meine Finger, lass den Kopf ein paar mal locker von einer Seite zu anderen Seite rollen, spüre meinen Kopf und gähne herzhaft. Schenke jedem Körperteil ein Lächeln. 
Ich mache mir bewusst dass nur dieser Augenblick zählt, ganz verbunden mit mir Selbst. 
Jetzt kann der Tag entspannt beginnen. 
Selbstverständlich wirkt diese Übungen auch im Laufe des Tages, sowie du dir einen Moment Zeit dafür nimmst, dich ganz bewusst wahrzunehmen und zu spüren.

2. Entspannter Körper – entspannter Geist:
Heute ist der Zusammenhang von Körper Geist und Seele weitestgehend bekannt. Die Körperhaltungen, Asanas, des Yoga wurden basierend auf diesem Wissen von den alten Rishis (Sehern, sozusagen die „Erfinder“ des Yoga) entwickelt und erforscht. Sie unterstützen also nicht nur die Muskulatur und den physischen Körper dabei sich zu entspannen, auch der Geist kommt zur Ruhe. 
Darum übe ich für meine Körper-Entspannung am liebsten Yoga Asanas.
Nach meiner Praxis fühle ich mich den Herausforderungen des Tages gewachsen. Das Gefühl, das hierbei entstanden ist und welches die Yogis Vairagya nennen (Gleichmut, die Eigenschaft bei sich zu bleiben und nicht aus der eigenen Mitte gezogen zu werden), bleibt mir oft den ganzen Tag erhalten.

Asana Praxis
Du kannst jede Art der Übungen machen, die dir helfen, dich lockerer und entspannter zu fühlen. 

Meine Empfehlung: 
um deinen Geist zu beschäftigen, übst du am besten fließende Bewegungen in Verbindung mit deinem Atem, z.B. den Sonnengruß. Was uns gleich zu meinem nächsten Tipp bringt:

3. Atmen:
Der Atem ist die Verbindung zwischen Körper und Geist. Genauso wie ein unruhiger Geist meinen Atem beeinflusst, genauso wirkt die ruhige Atmung sich wohltuend aus. Dies ist ein Prozeß, der über das Unterbewusstsein wirkt, demzufolge ist die Atem-Achtsamkeit eine wichtige Übung um Gelassenheit im Alltag zu entwickeln. 

Hier eine meiner Lieblingsübungen für dich, die du jederzeit und überall üben kannst und die in stressigen Situationen Wunder wirken kann:

Atemachtsamkeit für mehr Gelassenheit im Alltag
Sitze ruhig mit geradem Rücken und so entspannt wie möglich (es geht natürlich auch im Stehen, z. B. an der Supermarktkasse) und senke für einen Moment die Pupillen. 
Atme vorbereitend aus, dann atme fünf mal ganz ruhig und bewusst. 
einatmen – ausatmen … konzentriere dich dabei nur auf deinen Atem und genieße es. 
Probiere es doch jetzt gleich mal aus 😉

4. Zufriedenheit:
Eine weitere Empfehlung aus dem Yoga die mir dabei hilft entspannt und gelassen zu bleiben ist eine der Verhaltensregeln die der weise Patanjali in seinem 8-stufigen Yogapfad beschreibt: Er empfiehlt uns, uns in Santosa zu üben. Das bedeutet Zufriedenheit, die Fähigkeit sich zu freuen, Dankbarkeit. Betrachte die guten Dinge in deinem Leben, das was schön und gut ist und genieße jeden Moment so gut du kannst, freu dich an den kleinen Dingen. Ich weiß das das nicht immer leicht ist und bin auch noch kein Meister darin, aber es tut gut, sich so oft wie möglich daran zu erinnern Zufriedenheit zu kultivieren.

5.Stille:
Als letzte Stufe, die es im Yoga zu erreichen gilt, ist die Stille. Das zur Ruhe kommen des citta, des meinenden Selbst. Die Einheit des Geistes, den wir in verschiedenen Stufen der Versenkung schulen. 
Für den Anfang kann dies auch einfach ein besonderes Ritual sein, dir Selbst etwas Gutes zu tun:

Ritual
Mach dir eine schöne Tasse heissen Tee und setze dich für einen Moment an deinen Lieblingsplatz, dort wo du wirklich ungestört bist und nimm einen Schluck von deinem Tee. Dann genieße sie: Die Stille. Äußerlich. Innerlich. Ganz bei dir.

Yoga ist ein System, das auf Erfahrung beruht und aus meiner eigenen Erfahrung heraus kann ich dir diese Übungen wirklich empfehlen. Du kannst es schaffen in schwierigen Situationen ruhig und in deiner Mitte zu bleiben. Wenn das Gefühl aufkommt, dass dir alles über den Kopf wächst einfach fünf mal tief atmen oder eine Tasse Tee trinken um dir deinen persönlichen Moment der Stille zu schaffen. Spüre dich und deinen Körper. Übe in deinem Tempo und freu dich über deine Fortschritte. Du wirst sehen, die Gelassenheit kehrt mehr und mehr in deinen Alltag ein.

Yoga kann dich durch sein System aus Körper-& Atemarbeit, Achtsamkeitsübungen und Meditation darin unterstützen, gelassener und entspannter zu leben.

Alles Gute für dich 🙏🏼

–> dieser Artikel erschien als Gastbeitrag auf ilsescheuboeck.com <–

 


There is one comment

  1. Krista

    Ich kann die Tasse Tee und das ATMEN nur wärmstens empfehlen. Wenn alles über den Kopf wächst kommt dadurch etwas Abstand auf und es geht wieder entspannter weiter.

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