Yoga im Herbst

Der Herbst (bzw. der frühe Winter von November bis Dezember)
wird von der starken Energie des Vata-Dosha dominiert.
dessen Elemente Luft und Äther für Wind und Bewegung, aber auch für Abkühlung sorgen.
„Vata“ bedeutet „das was Dinge bewegt“.

Frei nach dem Grundsatz „Wie innen – so aussen“ bedeutet ein erhöhtes Wirken von Vata in unserer Umwelt in diesen Monaten auch einen verstärkten Einfluss auf unseren Organismus.
Vata ist das primäre Dosha, die biologische Kraft. Es ist seiner Substanz nach Äther und bewegt sich als Luft. Es nimmt nicht nur im Herbst zu, sondern auch im Laufe des Lebenszyklus. Bei Alterserscheinungen wie Osteoporose, Vergesslichkeit und Zittern überwiegen aus Sicht des Ayurveda die zum Vata gehörenden Elemente Luft und Äther im Körper.

Mit seiner dynamischen Energie sorgt Vata aber auch für den nötigen Schuss Inspiration und Dynamik, insbesondere nach der Hitze des Sommers. Es gibt uns Kreativität, Begeisterung, Schnelligkeit, Wendigkeit und Aufgeschlossenheit, so dass wir unsere Lebensziele erreichen können.  Vatas wichtigster Platz ist der Dickdarm. Es fördert die Energieproduktion und die Verdauuung, bildet jedoch im Übermaß giftige Gase, löst Störungen des Nervensystems und der Verdauung und schwächt die Gewebe.

Asana
Energie für den Herbst mit einer sanften, ruhigen Praxis
Die Yogapraxis ist gerade jetzt ein ideales Hilfsmittel, zur Ruhe zu kommen und Vata in uns auszugleichen.


Das Thema im Herbst ist Loslassen.
Von den Bäumen fallen die Blätter, die Tage werden kürzer und nicht nur viele Pflanzen – auch wir ziehen uns mehr zurück. Die Übungen für den Herbst unterstützen das mit leichter Bewegung, sie bringen uns zur Ruhe und über eine vertiefte Ausatmung unterstützen sie das Loslassen.

Zuerst müssen Geist und Gefühle beruhigt werden, durch eine ruhige, tiefe Atmung.
Wichtig ist langsames Aufwärmen, damit der Kreislauf auf Touren kommt und die Gelenke locker werden. Da Vata zu Steifheit führt ist es besonders wichtig sich regelmässig aber gemässigt zu bewegen um den Prana-Strom zu verbessern. Besonders  zu empfehlen sind Asanas für Becken und Dickdarm, dort sammelt sich Vata an, um Spannungen im Bereich der Hüften, der Lendenwirbel, des Kreuzbeins und Darmbeins zu lockern. Desgleichen gilt für die Wirbelsäule. Ausserdem sind Vorwärtsbeugen als ausatembetonte Übungen zu empfehlen, sie können überschüssiges Vata beseitigen. Eine ausreichend lange Schlußentspannung von mindestens 10 Minuten vertieft die Wirkung.

Meditation
Vata braucht eine Meditation, den rastlosen Geitst zu beruhigen und seine Neigung zu Ängsten zu dämpfen. Die Meditation kann einen großen Beitrag zur Überwindung seines Hauptproblems leisten – Überempfindlichkeit und Nervosität.
Falsches Meditieren kann sogar noch nervöser machen. Mantras oder Visualisieren kann besser sein als den Geist zu leeren, der ohnehin ein Zuviel am Element Äther enthält. Die natürliche geistige Aktivität sollte aber auch nicht unterdrückt werden, am besten lass´ den Geist frei schweifen und suche zugleich nach der tieferen Wahrheit des Lebens.

Ernährungsempfehlung
Ausgleichende Wirkung haben warme und süße Speisen. Nährendes.
Vor allem abends empfehlen sich Suppen in dieser Jahreszeit. Salat ist nicht so ideal, lieber gedünstetes oder gebratenes Gemüse. Als Süßspeise ist Bratapfel diesen Winter mein absolutes Highlight. Wenn ich merke dass mein Immunsystem schwächelt mache ich gerne eine „Heißwasser-Trinkkur„:
1l Wasser mindestens 10 Minuten köcheln, etwas stehen lassen.
Über den Tag verteilt in kleinen Schlucken trinken.

 

 


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