Asana 2014: Samasthiti


Aufmerksamkeit in allen Teilen – Sich verwurzeln und erden

Eine der wichtigsten Haltungen überhaupt
und die Grundhaltung im Stehen ist Samasthiti.
Denn auch Stehen will gelernt sein.

Wichtig ist erst mal, Schuhe und Socken auszuziehen
um den Boden wirklich bewusst unter den Füssen spüren zu können

Die Füsse
Stehen hüftbreit, mit ca. einer Fussbreit Abstand
werden so ausgerichtet, dass die Linien zw. 2. + 3. Zehen parallel sind
Gewicht sollte gleichmässig verteilt sein zw li + re Fuß
zwischen Groß-/ Zehenballen und Ferse / Fuß-Aussenkante
sodaß das Innengewölbe aktiviert wird.
Pendle dich sanft in deiner Mitt ein.

Die Beine
sind fest im Boden verschraubt – spiralförmig,
d.h. die Unterschenkel rotieren nach Innen
die Oberschenkel nach Außen –
dies bewirkt die Aufrichtung

des Beckens
Das Steißbein zieht nach Unten das Schambein nach Vorn
und ermöglicht daß

die LWS
an Länge gewinnen kann.
Wirbel für Wirbel wächst die Wirbelsäule nach Oben.
Halt auf Höhe der

BWS 
inne und hebe sanft dein Brustbein an –
gleichzeitig sinken die Schultern entspannt nach hinten und unten

die HWS
in die Aufwärtsbewegung mit hineinnehmen:
das Kinn sanft zur Halsgrube ziehen
den Scheitelpunkt nach hinten und oben dehnen.

Der Atem
unterstützt durch eine ruhige tiefe Atmung in den Bauch
finde nun das Gleichgewicht zwischen stira und sukam –
durch die Konzentration auf die vielen Einzelteile fühlst du dich
womöglich zu starr in der Haltung –
über die Atmung lass die nötige Weichheit in die Haltung zurück kehren.
So fühlst du dich in Samasthiti wieder bequem und stehst doch ganz stabil.

Symbolik
In der Berghaltung stehen wir fest und stabil geerdet
und mit beiden Beinen fest auf dem Boden (der Tatsachen).

Meditation
Du stehst vor einem riesigen Berg und bewunderst seine Kraft und Unverrückbarkeit
Stell dir vor du bist der Berg. Spüre wie du kräftiger und stiller wirst.
Dein Körper verankert sich immer stärker im Boden.
Dein Körper ist kräftig und du ruhst vollkommen im Gleichgewicht.
Du hast Vertrauen in deine eigene Kraft.
Du bleibst unveränderlich, beständig, stabil, egal was passiert.
Spüre wie ruhig du geworden bist.
(H. Purperhart „Meine stärksten Yogaübungen“)


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